Hochzeitsreportage Sarah & Linus

Hochzeitsreportage Sarah & Linus

Portrait, People Landschaft, Street, alle diese Formen der Fotografie machen mir großen Spaß, aber die Königsdisziplin ist definitiv die Hochzeitsreportage. So eine Hochzeitsreportage ist ein idealer Rahmen um fröhliche Menschen kennenzulernen. Die Interaktion bietet i.d.R. ein breites Spektrum, von “oh toll, der Fotograf”, bis hin zu “bloss kein Bild von mir”. Schwierig und herausfordernd jedesmal aufs Neue. Letztendlich ist es eine Frage der Kommunikation, des “warm-werdens” miteinander. Richtig gemacht entlockt man so auch dem größten Stiesel ein Lächeln vor der Kamera.

Der Tag der Tage

Bei Sarah (der Braut) ging es früh um 09:30 Uhr los mit ein paar Aufnahmen vom Schminken, Frisieren und Anziehen. Der Zeitplan war insofern ungewöhnlich, als das wir das Brautpaarshooting schon vor der Kirche machten, einfach weil wir da ein Zeitfenster von knapp zwei Stunden in der Planung hatten. Zusammen mit Sarah (und ihren beiden Schwestern) ging es dann also ab nach Potsdam ans Wasser, wo schon Linus, der Bräutigam auf uns warten durfte. Die Location hatten wir natürlich schon im Vorfeld gesichtet und auch schon ein paar Eckpunkte bzgl. verschiedener Aufnahmen standen fest. Das trägt am Tag der Tage nicht unwesentlich zur Entspannung des Brautpaars bei, denn sie wissen dann ja schon, was auf sie zukommt. Bemerkenswert während des Brautpaarshootings war, wieviele vorbeifahrende Autos anhielten, weil die Insassen der Braut sagen wollten, wie wunderschön sie sei und den beiden ein gute Hochzeit und Ehe wünschten. Störungen, die man sich auch als Fotograf gerne gefallen lässt, tragen derartige Worte doch direkt zum Selbstvertrauen vor der Kamera bei.

Nach dem Brautpaarshooting ging es dann direkt in die Kirche und den dazugehörigen Schloßgarten, den wir nach der Trauung auch gleich für die vielen Gruppenfotos nutzen konnten. Während der Trauung hat man als Fotograf i.d.R. genügend Zeit Fotos vom Brautpaar zu schießen, natürlich mit den Eckpfeilern der Ringübergabe und dem Kuss. Ich ziehe aber auch liebend gern eine große Brennweite auf einen meiner Fotoapperate und mache Aufnahmen der Gäste aus der Distanz. Durch die hohe Brennweite kann ich etliche Meter entfernt sein, der Abgelichtete bekommt es meistens gar nicht mit, dass er fotografiert wird und mit einer möglichst großen Blendenöffnung lassen sich so Personen und Paare wunderbar freistellen. Wichtig dabei ist nur, die must-haves (Ring, Kuss, …) nicht zu verpassen.

Während ein einfaches Hochzeitsshooting für den Fotografen vor Ort oft nur 1-2 Stunden dauert, war ich nun nach der Trauung und den Gruppenfotots seit gut 6 Stunden im Einsatz und der letzte, größte Teil von allen, die Hochzeitsfeier hatte noch nicht einmal begonnen.

Nach Kirche und Gruppenfotos hatten wir noch ein paar Minuten zum Verschnaufen, während die Gäste schon in die Feierlocation vorfuhren. In dieser Zeit sind ganz spontan die Bilder am Bogengang, sowie die an dem kleinen Brunnen entstanden.

Während der Party und diverser Vorführen hat man dann noch einmal Gelegenheit möglichst alle Gäste abzulichten, die Location selbst, kleine Details wie Dekorationen oder toll eingepackte Geschenke. Am Ende des Tages, so gegen 23:00 Uhr gabe es auch noch ein Feuerwerk, welches den Tag wunderbar abschloss, bzw. ausklingen ließ.

14 Stunden auf den Beinen, total heiser und im Bewusstsein, ca. 2.500 Fotos in den kommenden zwei Tagen sichten und eine Auswahl davon bearbeiten zu müssen, überließ ich das Paar den übrig gebliebenen Gäste und machte mich auf den Heimweg von Potsdam nach Falkensee.

Eine kleine Fotoauswahl

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